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Professionelle
Aufnahmetechnik für zu Hause
Professionelle
Aufnahmetechnik - Wer schon einmal versucht hat, qualitativ
hochwertige Audioaufnahmen selbst zu machen, weiß sicher, dass das
einiger Vorbereitung, Basiswissen und vor allem dem richtigen
Equipment bedarf.
In den letzten drei bis vier Jahren ist das Phänomen des Podcasting
immer beliebter geworden. Ein Podcast ist ähnlich einer Radiosendung
eine Audio- oder Videoproduktion von Unternehmen oder noch häufiger
Privatpersonen, die jedoch anders als klassische Rundfunkmedien den
Vorteil haben, dass sie vom Medienkonsumenten zu jeder Zeit
heruntergeladen und gehört bzw. angeschaut werden können. Solche
Podcasts sind mittlerweile mit einfachsten Mitteln von jedem
aufzunehmen und die technische Schwelle ist nicht besonders hoch,
reicht doch schon ein einfaches eingebautes Laptopmikrofon, um erste
Ergebnisse zu erzielen. Doch die Aufnahmequalität solcher Mikrofone
ist häufig nicht gut und irgendwann wächst beim Produzenten der
Wunsch nach mehr Professionalität.
Für gute Audioaufnahmen braucht man nicht zwangsläufig Studiotechnik
im Wert von mehreren hundert Euro, wie man sie in richtigen
Tonstudios häufig antrifft. Bereits ein Computerheadset mit
Mikrofon, das man für 30 Euro im Elektronikfachhandel erwerben kann,
ist in der Lage gute Aufnahmen zu liefern. Je nach Preiskategorie
und Hersteller kann man sich auch schon im unteren Preissegment über
nützliche Features wie Umgebungsschallunterdrückung freuen.
Durch ihre kleine Bauweise und die teilweise fragwürdige Qualität
der eingesetzten Materialien (häufig handelt es sich um reine
Plastikmikrofone) besteht aber immer Möglichkeit zur Verbesserung.
Besonders
empfehlenswert auch für Anfänger sind deswegen vor allem
Kondensatormikrofone. Dabei handelt es sich tatsächlich um die
vergleichsweise großen Geräte, die in einer Mikrofonspinne
aufgehängt in Tonstudios eingesetzt werden und absolut rauschfreie
Resultate liefern. Entgegen üblicher Vorurteile gibt es gute Geräte
dieser Bauart bereits ab 100 Euro. Die Bedienung ist bei der
richtigen Wahl des Mikrofons ebenfalls einfach, denn moderne Geräte,
die sich an einen gewöhnlichen PC anschließen lassen, sind mit einer
USB-Schnittstelle ausgestattet und sind nicht mehr auf die vorher
üblichen XLR-Kabel und Phantomspeisungen angewiesen.
Feinabstimmungen, für die man sonst ein Mischpult braucht, lassen
sich bequem per Software regeln.
Für Instrumentalaufnahmen sollte man eventuell eher auf ein
Kleinmembrankondensatormikrofon setzen, weil der Klang dort
authentischer wiedergegeben wird. Der Grund dafür erschließt sich,
wenn man sich bewusst wird,
wie ein Kondensatormikrofon funktioniert.
Die Membran im Gehäuse wird durch den eintreffenden Schall in
Schwingung versetzt und übersetzt die Luftschwingungen in Strom.
Dieses Signal wird vom Computer interpretiert und kann als
Audiodatei gespeichert werden. Durch die große Bauweise des
Großmembranmikrofons kann es vorkommen, dass der Klang beeinflusst
wird und die resultierende Aufnahme anders wirkt als wäre sie mit
einer kleinen Membran aufgenommen.
[Autor(in):
Rover Lakes | Kontakt:
r.lakes[at]africanmed[dot]de]
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